23.02.2012 04:29
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Geschichte
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Die Entlastungsstraße Tangentiale Verbindung Ost (TVO)

Von den ersten Plänen bis zu den aktuellen Planungen

Die Pläne für eine Entlastungsstraße zwischen dem Nordosten und dem Südosten Berlins gehen bis weit in das vergangene Jahrhundert zurück. Schon in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gab es Pläne für eine leistungsfähige Straßenverbindung zwischen Ahrensfelde und Adlershof.

Mit dem Bau der Großwohnsiedlung Marzahn in den 1970er Jahren wurde mit der Märkischen Allee (B 158) dann der nördliche Abschnitt der Tangentialverbindung errichtet. Er führt von der Stadtgrenze in Ahrensfelde bis zur Bundesstraße 1/5 in Biesdorf. Der Bau des südlichen Teilstücks wurde 1999 begonnen und ist 2007 teilweise fertig gestellt worden. Es verläuft von der Wuhlheide über die Spindlersfelder Straße und den Glienicker Weg bis zum Adlergestell. Die Spindlersfelder Straße wurde dabei als vierspuriger Damm mit mehreren Brücken, unter anderem über die Spree, komplett neu errichtet. Das südliche Teilstück entlastet vor allem die Köpenicker Altstadt und die Dörpfeldstraße vom Durchgangsverkehr.

Der Glienicker Weg wird in den nächsten Jahren ebenfalls vierspurig ausgebaut, so dass durchgehend vom Adlergestell bis zur Straße an der Wuhlheide eine leistungsfähige Straßenverbindung vorhanden sein wird. Mit dem Bau des neuen Großflughafens Berlin-Brandenburg International (BBI) in Schönefeld wird der Verkehr von der Bundesstraße 1/5 in Richtung Köpenick noch weiter zunehmen. Es ist daher jetzt notwendig, dass die 1969 begonnenen grundsätzlichen Verlaufsplanungen fortgeführt werden und der Lückenschluss zwischen der Bundestrasse 1/5 und der Straße An der Wuhlheide vorgenommen wird.

Bereits zu Beginn der 1990er Jahre wurden die Planungen zur Entlastungsstraße TVO vom damaligen CDU-geführten Senat aufgegriffen und weiter vorangetrieben. So findet sich auch im aktuellen Flächennutzungsplan (FNP) Berlins die Entlastungsstraße TVO mit einem geplanten Verlauf östlich der Bahnanlagen des Berliner Außenringes (BAR) zwischen Straße an der Wuhlheide in Köpenick und Märkischer Allee in Biesdorf. Die Entlastungsstraße TVO ist als vierspurige Stadtstraße geplant. Der Flächennutzungsplan sieht außerdem auch noch den Platz für eine geplante S-Bahn-Trasse entlang der bestehenden Fernbahngleise des Außenrings vor, so dass sich insgesamt ein Flächenbedarf für einen Streifen von insgesamt ca. 55 Meter Breite östlich der Bahnanlagen ergibt.

Obwohl die geplante Trasse seit den 1970er Jahren sowohl im „Generalverkehrsplan der Hauptstadt der DDR“ als auch im Berliner Flächennutzungsplan freigehalten werden sollte, sind heute einige kurze Abschnitte der geplanten Trasse östlich der Bahngleise mit Wohnbebauung versehen. Die Variante östlich des Berliner Außenrings (BAR) würde somit das anliegende Siedlungsgebiet in Biesdorf z. T. erheblich anschneiden und in seiner Entwicklung beeinträchtigen. Hinzukommen noch die Schwierigkeiten bei der Anbindung an den Straßenknoten Märkische Allee/B1/5 in Biesdorf und die Querung der Bahnanlagen in Biesdorf-Süd und am S-Bahnhof Wuhlheide.

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Die Fortentwicklung der Planungen

Erfahrene Verkehrsexperten einer Arbeitsgruppe des Verbands Deutscher Grundstücksnutzer e.V. (VDGN), in der auch einige CDU-Vertreter mitarbeiten, schlagen deshalb eine Trasse westlich der Fernbahngleise des Berliner Außenringes (BAR) vor, die die weitläufigen Bahnanlagen des mittlerweile aufgegebenen Rangierbahnhofs Wuhlheide nutzt, wobei die heutigen Brachflächen durch einen Grünstreifen zwischen der TVO und den Bahngleisen gleichzeitig aufgewertet werden können. Sowohl für den nördlichen Anschluss an die B1/5 als auch den südlichen Anschluss an die Straße An der Wuhlheide bieten sich kostengünstige Lösungen an. Die Unterquerung von Bahnanlagen in Biesdorf-Süd entfällt. Für die Querung in Höhe des S-Bahnhofs Wuhlheide kann auf der westlichen Seite nach Meinung der Verkehrsexperten auf einen brachliegenden Eisenbahndamm zurückgegriffen werden. Die TVO kann als Stadtstraße mit zwei Richtungsfahrbahnen und einem Mittelstreifen gebaut werden.

Die ursprünglich freigehaltene Trasse der TVO im Flächennutzungsplan

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