23.02.2012 04:30
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Flughafen BBI
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Eine verantwortungsvolle Verkehrspolitik muss immer die zukünftigen Entwicklungen einer Region im Blick haben. Es reicht nicht aus, die Infrastruktur an den aktuellen Bedürfnissen auszurichten. Infrastrukturpolitik ist auch immer eine Investition in die Zukunft.

Gegenwärtig entsteht im Südosten Berlins in Schönefeld der Großflughafen Berlin-Brandenburg International, der laut offiziellen Planungen im Jahre 2011 fertig sein und den gesamten Flugverkehr der bisherigen drei Berliner Flughäfen Tegel, Tempelhof und Schönefeld aufnehmen soll. Im Jahr 2008 werden ca. 23 Mio. Fluggäste auf den drei Berliner Flughäfen abgefertigt werden. Laut Verkehrsprognosen muss bereits mit der Eröffnung des neuen Großflughafens mit mehr als 25 Millionen Fluggästen pro Jahr gerechnet werden.

Die schienenseitige Direktanbindung an den Flughafen über die Dresdener Bahn wird nach dem jetzigen Stand der Planungen frühestens im Jahre 2015 fertig gestellt sein. Auch die Fertigstellung der Anbindung über die Görlitzer Bahn ist gegenwärtig noch nicht sichergestellt. Eine schnelle Flughafen-Anbindung in 20 Minuten zum Berliner Hauptbahnhof und im 15-Minuten-Takt ist somit zur Eröffnung des Großflughafens ausgeschlossen. 

Die Hauptlast der Flughafenanbindung wird somit über die Straße erfolgen müssen. Während mit der neu gebauten Bundesautobahn A 113 zwischen Neukölln und Schönefeld eine leistungsfähige Straßenverbindung in Richtung Innenstadt vorhanden ist, fehlt die Anbindung an den Osten und Nordosten Berlins völlig.

Schon heute haben die Nord-Süd-Straßen Treskowallee, Köpenicker Straße und Chemnitzer Straße ihre Leistungsfähigkeit über mehrere Stunden am Tag hinweg erreicht bzw. überschritten. Die Verbindungen zwischen den Ortsteilen Rosenthal, Buchholz, Blankenburg und Malchow sind den Belastungen schon heute nicht mehr gewachsen. Den wachsenden Verkehr zum neuen Großflughafen können die bisherigen Straßen zusätzlich nicht mehr aufnehmen.

Während der Senat auf Nachfrage keine bzw. nur eine geringfügige Zunahme des Straßenverkehrs nach der Eröffnung des Großflughafens prognostiziert, zeigen beispielsweise die Erfahrungen aus München seit der Eröffnung des dortigen Großflughafens „Franz-Josef-Strauß“ im Jahre 1992, dass auf einzelnen Abschnitten der Straßenverkehr um bis zu 2/3 zugenommen hat. Das laufende Aktionsprogramm Straßenerschließung Flughafen München sieht nicht weniger als 24 Straßenausbau- bzw. Straßenneubaumaßnahmen in den nächsten Jahren vor. Zusätzlich erfolgt der Ausbau der schienengebundenen Flughafenanbindung.

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